Archiv für den Monat: Oktober 2015

Filmwoche „Israel in Filmen – Filme aus Israel“ vom 14. bis 19. November 2015

Die alljährliche israelische Filmwoche mit dem Titel „Israel in Filmen – Filme aus Israel“ findet auch in diesem Jahr wieder im CinéMayence (1. Stock im Schönborner Hof, Schillerstraße 11, 55116 Mainz) statt. Von Samstag, den 14. November bis Donnerst, den 19. November werden international ausgezeichnete Filme aus Israel bzw. Filme zu Themen aus Israel gezeigt. Das Spektrum der gezeigten Filme ist dieses mal äußerst vielfältig und reicht hierbei von innerisraelischen Konflikten bis zur Auseinandersetzung mit dem Alter und dem Tod. Am Eröffnungsabend (Samstag, 14.11.2014 ab 20.00 Uhr) ist mit israelischem Wein und orientalischem Fingerfood für das leibliche Wohl gesorgt.

Eintritt: 5,00 € (normal) / 4,00 € (Studenten)

Die Filmwoche findet in Kooperation mit der Deutsch-Israelischen Gesellschaft – Mainz, dem CinéMayence, dem Generalkonsulat des Staates Israel für Süddeutschland, der Tel Aviv University sowie der Arbeitsgemeinschaft Israel der Johannes-Gutenberg Universität Mainz statt. Den Flyer zu dieser Veranstaltung gibt es hier zum weiter verteilen.

Dancing Arabs (Mein Herz tanzt) (Eröffnungsabend: 14. November ab 20.00 Uhr)

Der Junge Eyad wächst in einer arabischen Kleinstadt in Israel inmitten einer lebhaften Familie auf. Er bemüht sich seinen jüdischen Mitschülern und der israelischen Gesellschaft anzupassen – er möchte dazugehören. Eyad freundet sich mit seinem jüdischen Mitschüler Yonatan an, der ebenso ein Außenseiter auf dem Campus ist. Hin- und hergerissen zwischen seinen traditionellen Wurzeln und seiner Faszination für die Möglichkeiten des modernen Israel sucht Eyad nach einem eigenen Weg.
Weitere Infos: www.meinherztanzt-derfilm.de

Get – Der Prozess der Viviane Ansalem (15. November – 20.30 Uhr)

Fünf Jahre lang kämpft Viviane für die Scheidung von ihrem Ehemann. Zuständig dafür ist in Israel das jüdisch-orthodoxe Rabbinatsgericht, das nach einer Prüfung den Ehemann Elisha dazu anhalten könnte, der Frau einen Get, einen Scheidungsbrief, zu überreichen. Doch Elisha weigert sich, obwohl seine Frau schon seit Jahren von ihm getrennt lebt. Zeugen werden aufgerufen und der Prozess scheint kein Ende zu nehmen.
Weitere Infos: www.get-film.de

6 Kurzfilme junger israelischer Filmemacher (16. November – 20.30 Uhr)

Einführung und anschließendes Gespräch mit Alex Elsohn, Repräsentant der Tel Aviv University (TAU) für Nord-West-Europa. Die Filme der Studierenden der Hochschule für Film und Fernsehen der Tel Aviv University (TAU) sind oft bei internationalen Festivals vertreten. Die Filmemacher gehören einer Generation an, die sich weigert in den großen gesellschaftlichen Schmelztigel geworfen zu werden.

Ruth, End:

Zwei alte Damen in einem Altersheim befinden sich plötzlich auf einer existentialistischen, kontroversen Reise – und auf der dünnen Linie zwischen Leben und Tod.

Women of Refayia:
Dieser Film ist Teil des Filmprojektes „Wasser“ der TAU. Er schildert das harte Leber der Frauen des palästinensischen Dorfes Refayia, das bis heute nicht an das Wassersystem angeschlossen ist. Jeden Morgen schöpfen die Frauen des Dorfes unter teils gefährlichen Umständen Wasser aus unterirdischen Brunnen.

Tasnim:
Die zehnjährige Tasnim lebt mit ihrer Mutter und ihren Geschwistern in einem vernachlässigten Beduinen Dorf in der Negev Wüste. Der überraschende Besuch ihres Vaters zwingt sie zum ersten Mal, die traditionellen Normen der Dorfgemeinschaft in Frage zu stellen.

Sassi Keshet Never Eats Falafel:

Ido hasst seine Arbeit im lokalen Falafe-Imbiss. Er bleibt nur dort wegen der Schichtleiterin Hadas. Aber er fasst keinen Mut, ihr seine Liebe zu gestehen. Ob Sassi Keshet, ein seit 20 Jahren erfolgreicher Fernseh-Spielleiter, ihm dabei hilft, seine Ängste zu überwinden?

AutoNaomi:
Das Rauchen ist Naomis große Leidenschaft und niemand wird sie davon abbringen. Nicht der Krebs, welcher von ihr schon einen Lungenflügel gefordert hat und ganz sicher nicht ihre Kinder. Im Alter von 80 sagt sie ihrem Enkel Boaz, dass sie am ersten israelischen Elektro-Scooter-Rennen teilnehmen möchte und dass sie beabsichtig, die Goldmedaille zu holen.

Sashenka:
Vor zwei Jahren wanderte Sashenka mit seiner Mutter und Großmutter in Israel ein. Beide sind bemüht, dem Kleinen eine gute Erziehung zukommen zu lassen. Eines Tages wird er zum Elterngespräch zur Schulrektorin eingeladen. Um seine Familie nicht zu enttäuschen, entscheidet sich Sashenka einige Schlüsselwörter des Gesprächs nicht ganz richtig zu übersetzen. Aber der Plan ging nicht auf…

Bananot LaEurovision (Cupcakes) (17. November – 20.30 Uhr)

Anat aus Tel Aviv wurde von ihrem Mann verlassen und steckt seitdem in der Krise. Um die erfolgreiche Bäckerin ihre Beziehungsprobleme vergessen zu lassen, erfinden ihre Freund_innen spontan ein Lied für sie. Das gelingt so gut, dass der schwule Ofer und sein Geliebter heimlich beschließen, das Lied als israelischen Beitrag für Universong (die Filmversion des Eurovision Song Contest) einzureichen. Als er und der Rest der „Band“ dann aus den Medien erfahren, dass sie Israel beim Finale in Paris vertreten sollen, beginnt für die Freund_innen ein Leben in der Welt des Glamour. Der musikalische Wettbewerb wird aber auch zur Zerreißprobe für ihre Freundschaft.

Latzoud Pilim (Die unüblichen Verdächtigen) (18. November – 20.30 Uhr)

Jonathan ist ein blitzgescheiter 12-jähriger – vielleicht zu gescheit, denn alle hacken in der Schule auf ihm herum. Sein bester Freund ist sein Vater, Daniel, den er jeden Tag auf der Arbeit besucht. Eines Tages wird Daniel bei der Arbeit in einen verhängnisvollen Unfall verwickelt, und die Bank weigert sich die Verantwortung dafür zu übernehmen. Plötzlich muss Jonathan mit dem Verlust seines Vaters fertig werden und gleichzeitig seine Mutter davor bewahren, dem falschen Mann zu verfallen. Um seine Familie zu retten heckt Jonathan zusammen mit seinem mürrischen Großvater Eliyah einen verrückten Plan aus.

Beginn des „Filmfestival Arbeiten 4.0 – Futurale Mainz“ mit Film: Silicon Wadi – A Hightech Soap Opera (19. November – Einlass 19.30 Uhr)

Ab 20.00 Uhr Gespräch mit Bundesministerin Andrea Nahles, im Anschluss dann der Film Silicon Wadi – A Hightech Soap Opera

Israel gilt als Start-up-Nation. In Tel Aviv gibt es mehr Sart-ups als in Europa zusammen, und pro Person steht nirgendwo sonst so viel Venture Capital zur Verfügung. Wie funktioniert eine Hightech-Nation?

Die Filmemacher Bloch und Sivan begleiten vier junge Unternehmen und ihre Förderer in Tel Aviv – von der Idee über den Pitch, von geplanten Aktionen zu Verzweiflungstaten, von Euphorie bis Resignation – zu neuer Idee mit Beginn des gleichen Zyklus. Der israelische Dokumentarfilm wurde auf dem International Documentary Filmfestival Amsterdam uraufgeführt und erlebt auf der Futurale seine Deutschlandpremiere.

Die Veranstaltung eröffnet zugleich das Filmfestival Arbeiten 4.0 – Futurale Mainz in Kooperation mit dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Eine Registrierung per E-Mail an kino@cinemayence.de ist dringend empfohlen!
Eintritt 5,50 € (normal) / 4,50 € (ermäßigt)

Übersicht:

  • Dancing Arabs (Mein Herz tanzt): 14. November, 20.30 Uhr
    Original mit deutschen Untertiteln, ca. 105 Min. (Eröffnungsempfang ab 20.00 Uhr)
  • Get – Der Prozess der Viviane Ansalem: 15. November, 20.30 Uhr
    Original mit deutschen Untertiteln, ca. 115 Min.
  • 6 Kurzfilme junger israelischer Filmemacher: 16. November, 20.30 Uhr
    Ruth, End / Women of Refayia / Tasnim / Sassi Keshet Never Eats Falafel / AutoNaomi / Sashenka, alle Original mit englischen Untertiteln, ca. 90 Min.
  • Bananot LaEurovision (Cupcakes): 17. November, 20.30 Uhr
    Original mit deutschen Untertiteln, ca. 92 Min.
  • Latzoud Pilim (Die unüblichen Verdächtigen): 18. November, 20.30 Uhr
    Original mit deutschen Untertiteln, ca. 108 Min.
  • Beginn des „Filmfestival Arbeiten 4.0 – Futurale Mainz“ / Silicon Wadi – A Hightech Soap Opera: 19. November, 19.30 Uhr (Anmeldung erforderlich)
    Original mit deutschen Untertiteln, ca. 90 Min.