Archiv für den Monat: Mai 2017

Israel Tag 2017

Wie jedes Jahr, gab es auch dieses Mal wieder einen Israel Tag in der Landeshauptstadt. Der Israel Tag 2017 stand am 23.05. ganz im Zeichen des 30-jährigen Bestehens der Städtepartnerschaft Mainz-Haifa. Die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft waren als Besucher ebenfalls vor Ort. Zunächst wurde eine Podiumsdiskussion geboten, bei der Austauschschüler verschiedener Mainzer Schulen von ihren Erfahrungen in Israel berichteten. Bei Brezeln und Wein nutzten wir anschließend die Gelegenheit, um mit Vertretern der Landeszentrale, der DIG und der jüdischen Gemeinde ins Gespräch zu kommen. Im zweiten Teil des Programms lauschten wir schließlich den Grußworten der Oberbürgermeister aus Mainz und Haifa, der Leiterin der jüdischen Gemeinde und unserem ehemaligen Leiter der Studienstelle, Alfred Wittstock. Nach der Filmpremiere „Schalom Haifa“ von Dietmar Schulz erfuhren wir einiges über die sportlichen Beziehungen zwischen Deutschland und Israel.

Veranstaltung: Helden und Gescheiterte – Blicke auf den Nahen Osten in den Serien Hatufim und Homeland

Zu unserer ersten Veranstaltung des laufenden Sommersemesters durften wir am 15. Mai Dominique Henz, M.A. von der Universität Göttingen bei uns in Mainz begrüßen. Frau Henz studierte Film- und Theaterwissenschaften in Mainz, Glasgow und Sydney und arbeitete selbst 15 Jahre als Redakteurin und Regisseurin bei Fernsehen und Theater. Zu ihren Veröffentlichungen gehören mehrere Artikel im „Reclam – Lexikon der Filmgenres“, Beiträge zu Inszenierungsstil und Schauspielerportraits z.B. aus der Reihe Film-Konzepte und Vorträge zur australischer FIlmgeschichte (Schwerpunkte“Neues Australisches Kino“ & Regisseur Peter Weir).

In ihrem Vortrag stellte sie die beiden Serien-Highlights Hatufim und Homeland gegenüber, in dem sie den Fokus auf „Helden“ und „Gescheiterte“ richtete. Durch beispielhafte Videoausschnitte wurde der ansprechende Vortrag abgerundet. In einer anschließenden Diskussion beteiligten sich auch die zahlreichen Zuhörer lebhaft am Vortrag.

Unser Dank gilt Frau Henz und unseren Kooperationspartnern, dem AstA der Uni Mainz und dem Studium Generale.

 

Expertengespräch bei der Arbeitsgemeinschaft

(von Katja Schlenker) Am 26.04.2017 durfte die Israel AG einen Gast aus Israel in ihren Reihen begrüßen. Eyal Noyman arbeitet derzeit im Bufdi über die Zentralwohlfahrtstelle der Juden in Deutschland e.V am Theresianum, einem katholischen Ganztagsgymnasium und unterrichtet Kinder.

Er übt diese Tätigkeit seit 11 Monaten aus, spricht fließend deutsch und englisch und hat in Deutschland ein neues zweites Zuhause gefunden. Eyal kann sich für seine Zukunft durchaus ein Leben und Arbeiten in Deutschland vorstellen, allerdings gefällt es ihm ebenso in Israel und darum geht es für ihn im Juni erst einmal wieder zurück nach Israel.
Natürlich haben wir zahlreiche Fragen für Eyal gesammelt und bekamen so einen umfangreichen Einblick in das Leben eines waschechten Israelis. Es ging von politischen Fragen, über schulische und bildungsthematisierende Fragen und das ganz normale israelische Alltagsleben. Eyal arbeitete in seiner Vergangenheit eine Zeit lang im israelischen Geheimdienst und ging als er jung war zufällig mit Bibis Sohn in eine Klasse. Das unter anderem lieferte interessanten Gesprächsstoff.

Es wurden viele Themen angesprochen, wie die Situation der Palästinenser in Israel, die NGO „Breaking the Silence“, Eyals Zeit im Geheimdienst ohne konkrete weitläufige Informationen zu hören, da er ja einer Schweigepflicht unterliegt, um die Problematik der Zwei-Staaten-Lösung und der Siedlungspolitik im Westjordanland, um die Rolle Israels im Syrien-Konflikt und was Israel in Sachen humanitärer Nothilfe tut, um Unterschiede im deutschen und israelischen Schulsystem und den israelischen Arbeitsmarkt und zu guter Letzt um die Unterschiede der deutschen und israelischen Gesellschaft, wobei Eyal uns eine nett zusammengesammelte Liste mit Unterschieden und Gemeinsamkeiten zwischen Deutschen und Israelis vorstellte.

Die Zusammenhänge verstehen

Zu den Aufgaben der Arbeitsgemeinschaft Israel gehört der Bildungsauftrag, um ein Verständnis für den Staat Israel, seine Nachbarn und den Nahost-Konflikt entwickeln zu können. Neben den öffentlichen Vorträgen und dem Einladen externer Referenten, ist das Bearbeiten der historischen Hintergründe durch uns ein wichtiger Bestandteil der wöchentlichen Treffen. Am letzten Mittwoch (03.05.17) beschäftigten wir uns beispielsweise mit dem komplexen Thema des Oslo-Friedensprozesses. Levi stellte in einem äußerst gelungenen Vortrag die wesentliche Stationen dar und stieß interessante Diskussionen an.