Archiv des Autors: Michael

Filmwoche „Israel in Filmen – Filme aus Israel“ vom 10. bis 15. November 2016

Die diesjährige israelische Filmwoche mit dem Titel „Israel in Filmen – Filme aus Israel“ findet im CinéMayence (1. Stock im Schönborner Hof, Schillerstraße 11, 55116 Mainz) statt. Von Donnerstag, den 10. November bis Dienstag, den 15. November werden auch in diesem Jahr international ausgezeichnete Filme aus Israel bzw. Filme zu Themen aus Israel gezeigt. Die Auswahl der gezeigten Filme ist dieses mal äußerst vielfältig und reicht hierbei von innerisraelischen Konflikten bis zur Auseinandersetzung mit dem Alter und dem Tod. Am Eröffnungsabend (Donnerstag, 10.11.2014 ab 20.00 Uhr) ist mit israelischem Wein und verschiedenen kleinen Speisen für das leibliche Wohl gesorgt.

Eintritt: 5,00 € (normal) / 4,00 € (Studenten)

Die Filmwoche findet in Kooperation mit der Deutsch-Israelischen Gesellschaft – Mainz, dem CinéMayence, dem Generalkonsulat des Staates Israel für Süddeutschland, sowie der Arbeitsgemeinschaft Israel der Johannes-Gutenberg Universität Mainz statt. Den Flyer zu dieser Veranstaltung gibt es hier zum weiter verteilen.

90 Minuten – Bei Abpfiff Frieden (Eröffnungsabend: 10. November ab 20.00 Uhr)

In der politischen Satire „90 Minuten – Bei Abpfiff Frieden“ wählt der preisgekrönte Regisseur und Autor Eyal Halfon den Kontext eines Fußballspiels zwischen Israel und Palästina als Austragungsplattform für eine Lösung des Nahost-Konflikts: Wer gewinnt, darf bleiben. Wer verliert, muss das Land verlassen. Zu den Vorbereitungen des Spiels gehören Vorverhandlungen, Debatten, die sich zum absurden Spiegelbild des echten politischen Konflikts entwickeln. Wie im echten Leben ist den Kontrahenten jedes Mittel recht, um den Gegner zu schwächen.

Weitere Infos: www.90minuten-derfilm.de

Der Sohn der anderen (Le Fils de l’autre) (11. November ab 20.30 Uhr)

Joseph, ein 18-jähriger israelischer Musiker, steht vor dem Eintritt in die Armee. Er lebt in einem wohlhabenden Stadtteil von Tel Aviv mit seinen französisch-israelischen Eltern, der Ärztin Orith und dem Kommandanten Alon. Als Joseph in die israelische Armee eintritt, um seinen Militärdienst zu absolvieren, erfährt er durch einen Bluttest, dass er nicht der biologische Sohn seiner Eltern ist. Er wurde bei seiner Geburt während des Golfkrieges mit Yacine, dem Sohn einer palästinensischen Familie aus dem Westjordanland verwechselt. Damit ist das Leben der beiden Familien durch diese Entdeckung auf einen Schlag in Frage gestellt.

Weitere Infos: www.filmkinotext.de

Censored Voices (12. November ab 20.30 Uhr)

Der 6-Tage-Krieg endet mit einem Triumph für Israel: Jerusalem, Gaza und West Bank sind ab nun in israelischer Hand. Nur einen Monat danach interviewte der Schriftsteller Amos Oz die beteiligten Soldaten, die berichteten, was wirklich geschah. Diese schonungslosen, intuitiven Zeugnisse von einem Krieg wurden streng zensiert und durgten dem israelischen Bewusstsein nicht zugänglich gemacht werden… bis jetzt. Fast 50 Jahre nach dem 6-Tage-Krieg bleibt die Aktualität.

Weitere Infos: www.censoredvoices.com

Kurzfilme junger israelischer Filmemacher (13. November ab 20.30 Uhr)

Filme junger israelischer Filmschaffender gehören bereits seit längerer Zeit zum festen Bestandteil bei internationalen Filmfestivals, sind überdurchschnittlich oft dort vertreten und mit Preisen ausgezeichnet. Die jungen Filmemacher gehören einer Generation an, die das Andere sucht, das Individuelle, Fragen stellt und sich „filmischem Mainstream“ verweigert.

Mr. Gaga (14. November ab 20.30 Uhr)

Ohad Naharin wird weltweit als einer der herausragenden zeitgenössischen Choreographen gefeiert. Mit seiner ungewöhnlichen künstlerischen Vision, sowie seinen mitreißenden Choreographien verhalf er der Batsheva Dance Company zu internationaler Bekanntheit. Naharin entwickelte als künstlerischer Leiter des israelischen Ensembles eine komplett neue Bewegungssprache: „Gaga“, bei der bekannte Muster durchbrochen werden. Für Naharin geht es dabei um Leidenschaft, das Extreme, um die Lust des Moments und darum, Grenzen zu brechen.

Weitere Infos: www.mrgaga-film.de

Am Ende ein Fest (15. November ab 20.30 Uhr)

Eine Gruppe von Senioren hat sich im Altersheim um den 72-jährigen Yehezkel, einen Tüftler und Erfinder, zusammen geschlossen: Sie wollen Max, einem schwerkranken Freund, helfe das Sterben zu erleichtern. Zusammen mit einem pensionierten Tierarzt, der die Beruhigungsmittel besorgt, und einem ehemaligen Polizisten, der die Beweise verwischen soll, suchen sie nach dem besten Weg, um Max‘ Wunsch zu erfüllen. Da keiner sich tatsächlich dazu überwinden kann Max zu töten, baut Yehezkel eine Maschine, mit der der Sterbende sich selbst töten kann. Bald schon ist diese Maschine in aller Munde und Menschen aus ganze Jerusalem strömen zu dem Altersheim, um ihre Liebsten von ihren Leiden zu befreien…

Weitere Infos: www.am-ende-ein-fest.de

Übersicht:

  • 90 Minuten – Bei Abpfiff Frieden: 10. November, 20.30 Uhr
    Original mit deutschen Untertiteln, ca. 85 Min. (Eröffnungsempfang ab 20.00 Uhr)
  • Der Sohn der anderen (Le Fils de l’autre): 11. November, 20.30 Uhr
    Original mit deutschen Untertiteln, ca. 105 Min.
  • Censored Voices: 12. November, 20.30 Uhr
    Original mit deutschen Untertiteln, ca. 84 Min.
  • Kurzfilme junger israelischer Filmemacher: 13. November, 20.30 Uhr
    ca. 90 Min.
  • Mr. Gaga: 14. November, 20.30 Uhr
    Original mit deutschen Untertiteln, ca. 10 Min.
  • Am Ende ein Fest: 15. November, 20.30 Uhr
    Original mit deutschen Untertiteln, ca. 93 Min.

Deutschland-Bilder/Israel-Bilder: Ein-Blick auf den Anderen – Vortrag von Dr. Steffen Hagemann

Für den kommenden Mittwoch (13. Juli um 18.15 Uhr) konnten wir Dr. Steffen Hagemann (TU Kaiserslautern) für einen Vortrag mit dem Titel „Deutschland-Bilder/Israel-Bilder: Ein-Blick auf den Anderen“ gewinnen. Der Vortrag wird wie üblich im Hörsaal P3 (Philosophicum) auf dem Campus der Johannes Gutenberg-Universität stattfinden.
Die Veranstaltung finden in Kooperation mit der Studienstelle Israel, Studium generale sowie dem Asta der Johannes Gutenberg-Universität statt.

Besonders wenn es um den Blick auf Israel geht, scheint es in Deutschland eine deutliche Diskrepanz zwischen amtlichem Regierungshandeln („Israels Sicherheit ist Teil der deutschen Staatsräson“) und bürgerlicher Öffentlichkeit zu geben.
Seinen vorläufigen Höhepunkt hat dieser (vermeintliche) Gegensatz in den zahlreichen deutschlandweiten Demonstrationen gegen den letzten Gaza-Krieg im Sommer 2014 gefunden, an deren Rändern es, nicht zuletzt auch in Mainz, zu massiven Ausfälligkeiten bis hin zur Skandierung volksverhetzender Parolen kam.

Auf Grundlage dieser Ereignisse, die national wie international auf breite Beachtung stießen, stellt sich die Frage, wie sich das Israel-Bild in Deutschland entwickelt hat und welche Einflussfaktoren bei dieser Entwicklung eine Rolle spielen. Dem gegenüber steht das positive Deutschland-Bild in Israel. Auch hier ist zu fragen, welche Faktoren darauf Einfluss nehmen und wie es zu diesem Gegensatz kommt.

Dr. Steffen Hagemann ist wissenschaftlicher Mitarbeiter und Dozent an der Technischen Universität Kaiserslautern. Zudem ist er einer der Autoren der Studie „Deutschland und Israel heute“ der Bertelsmann Stiftung aus dem Jahre 2015, die das Israel-Bild in Deutschland sowie das Deutschland-Bild in Israel in den Fokus nimmt. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören neben Israel auch vergleichende Politische Kulturforschung, Autoritarismus und Demokratie, soziale Bewegungsforschung, Politik und Religion sowie Emotionsforschung.

Flyer zur Veranstaltung als PDF (1,1 MB)

Can Hawkish Leaders Make Peace? – Vortrag von Prof. Guy Ziv

Am Montag, den 06. Juni um 18.15 Uhr veranstalten wir zusammen mit der Studienstelle Israel, Studium generale sowie dem Asta der Johannes Gutenberg-Universität einen Vortrag von Prof. Guy Ziv, Ph.D. unter dem Titel Can Hawkish Leaders Make Peace? – Israeli Prime Ministers and Israel-Palestinian Peacemaking. Der Vortrag wird im Hörsaal 15 im Forum der Johannes Gutenberg-Universität stattfinden. Der Vortrag wird in englischer Sprache gehalten.

In dem Vortrag wird Prof. Ziv untersuchen, welchen Einfluss die Persönlichkeit israelischer Premierminister auf die Ausgestaltung außenpolitischer Entscheidungen hat. In seinem Buch Why Hawks Become Doves: Shimon Peres and Foreign Policy Change in Israel geht er genau dieser Frage nach. Er zeigt am Beispiel des israelischen Premierministers Shimon Peres, wie dieser, ein dem Falken-Lager zugerechneter Politiker, im Friedensprozess einen friedensorientierten Kurs verfolgte.

Prof. Guy Ziv ist Gründer und Direktor des Israel National Security Project (INSP), einem Zusammenschluss verschiedener israelischer Sicherheitsexperten, die sich für eine Zwei-Staaten-Lösung im israelisch-palästinensischen Konflikt einsetzen. Seine Forschungsgebiete sind foreign policy decision-making, der Einfluss von Think Tanks auf die US-Außenpolitik, sowie die Rolle politischer Eliten im arabisch-israelischen Konflikt.

Prof. Guy Ziv ist Assistant Professor an der School of International Service, American University in Washington DC.

Die Veranstaltung findet zusammen  statt.

Flyer zur Veranstaltung als PDF (2 MB)

The New Kibbutz – Praktika in Israels (HighTech-) Unternehmen

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Am 18. Mai 2016 findet um 18:00 Uhr im P3 (Philosophicum auf dem Campus der Johannes Gutenberg-Universität Mainz) in Zusammenarbeit mit dem Generalkonsulat des Staates Israel eine Informationsveranstaltung zum The New Kibbutz Praktikumsprogramm statt.

Bei The New Kibbuz handelt sich um ein Programm zur Förderung von Praktikumsaufenthalten in in israelischen (Hightech-) Unternehmen und Startups für Studierende süddeutscher Hochschulen. Der Aufenthalt wird vom Generalkonsulat des Staates Israel gefördert. Das Angebot richtet sich ausdrücklich an Studierende aller Fachrichtungen. In der Informationsveranstaltung soll es um den Bewerbungsprozess und weitere Fragen rund um New Kibbutz gehen. Aufgrund der teilnehmenden Unternehmen aus unterschiedlichen Sektoren ist dieses Angebot für studierende aller Fachbereiche interessant! Weitere Infos und die Anmeldung gibt es auf der Seite von BETATEC: http://www.betatec.org/the-new-kibbutz/what-is-it/

Programm:

  • Begrüßung: Vertreter/In der studentischen Arbeitsgemeinschaft Israel
  • Vortrag: Israel – eine Start-Up Nation
    Helge Eikelmann, Deutsch-Israelische Wirtschaftsvereinigung
  • Präsentation:  Das „New Kibbutz“-Programm
    Johanna Yaacov, Referentin für Innovation & Forschung
    Generalkonsulat des Staates Israel für Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland
  • Offene Gesprächsrunde – networking

Auf unserer Facebook-Seite gibt es auch eine Veranstaltung dazu, die gerne geteilt werden darf.

Israel-Tag 2016 in Mainz

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Der diesjährige Israel-Tag in Mainz findet am Mittwoch, den 11. Mai ab 12 Uhr statt. Die Deutsch-Israelische Gesellschaft – Arbeitsgemeinschaft Mainz, die Jüdische Gemeinde Mainz, die Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz sowie die Landeshauptstadt Mainz haben dazu ein buntes Programm auf die Beine gestellt. Von Kunst und Kultur über Kulinarisches und verschiedene Vorträge und Gespräche bietet das Programm für jeden etwas.

Im Mai 1948 wurde aufgrund eines Beschlusses der Vereinten Nationen der Staat Israel gegründet. Nach 2000 Jahren in der Diaspora konnten Juden wieder in einem eigenen Staat leben. Ein Traum ging in Erfüllung.
Trotz ständiger Anfeindungen durch seine arabischen Nachbarn, trotz schrecklicher Überfälle und Kriege entwickelte sich Israel zu einem modernen, stabilen demokratischen Rechtsstaat, dem einzigen in der Nahost- Region. Die Bevölkerung wuchs in sechs Jahrzehnten von 700.000 auf acht Millionen.
Aus dem Agrarland wurde ein weltweit führendes High-Tech-Land.
Mit einem Durchschnittsalter seiner Bevölkerung von 28 Jahren ist Israel jung, spritzig und ständig erneuerungsfähig. Ein faszinierendes Land, das neugierig macht.
Aus historischen, moralischen und politischen Gründen fühlen wir uns mit Israel besonders verbunden. Mit einem bunten Programm wollen wir Sie am Israel-Tag 2016 unterhalten und mit Ihnen ins Gespräch kommen. Israelische Speisen und Getränke stehen bereit. Wir freuen uns auf Ihren Besuch an den verschiedenen Orten des Programms.

Programm:

Ab 12 Uhr: Neue Synagoge Mainz, 
Synagogenplatz & Gemeindezentrum


  • 12.00 Uhr: Führung durch die Synagoge
    mit Frau Stella Schindler-Siegreich, Vorstand
  • 13.00 Uhr: Israels Bunte Gesellschaft – Israels Bunte Küche
    Köstlichkeiten – „alles koscher oder was?“ – Stärkung für Alle
  • 14.00 Uhr: „Hafen der Hoffnung – Haifa, das Tor Israels“
    Film von Dietmar Schulz

Ab 15 Uhr: Zentrum Baukultur im Brückenturm
Rheinstraße 55


  • 15.00 Uhr: „Carmel. Internationaler Stil in Haifa“
    Fotografien von Stephanie Kloss (mit Führung durch die Ausstellung)

Ab 16 Uhr: Rathaus der Stadt Mainz
Haifa-Zimmer, Jockel Fuchs Platz 1


  • 16.00 Uhr: Begrüßung
    durch Alfred Wittstock, Deutsch-Israelische Gesellschaft (DIG)-AG-Mainz
    „Jugendkultur in Israel“
    Vortrag von Torsten Reibold, Europa-Repräsentant von Givat Haviva – Havatzelet
  • 16.30 Uhr: „Ich liebe Haifa“
    Videoclip von Schülern des Otto-Schott-Gymnasiums über ihren Aufenthalt in Haifa
    „Sag mir, was du siehst…“
    Rundgespräch mit Schülerinnen, Schülern und Studierenden über ihre Israel-Bilder und ihre Eindrücke von und aus Israel
    Moderation: Torsten Reibold
    In der Pause Imbiss und Getränke im Foyer des Rathauses

  • 18.00 Uhr: Begrüßung
    Alfred Wittstock, DIG-AG-Mainz
    Grußwort
    Michael Ebling, Oberbürgermeister der Stadt Mainz
    „Israels Image – Israel ist anders“
    Vortrag Dr. h.c. Johannes Gerster, Ehrenpräsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft
    Musikalische Begleitung: Ines Linden, Johannes Eckstein

Weitere Veranstaltungen zum Israel-Tag

03. Mai 2016
Zentrum Baukultur Rheinland-Pfalz, Rheinstraße 55, 55116 Mainz, bis 27. Mai (Mi.-Fr. 14-18 Uhr)


  • 18.30 Uhr: Eröffnung der Fotoausstellung „Carmel. Internationaler Stil in Haifa“
    Fotografien von Stephanie Kloss
    Mehr Infos unter www.zentrumbaukultur.de

06. Mai 2016
Landeszentrale für politische Bildung, Am Kronberger Hof 6, 55116 Mainz


  • 18.00 Uhr: „Spannungsfelder: Israels Gesellschaft“
    Vortrag von Grisha Alroi-Arloser
    Präsident der Israelisch-Deutschen Gesellschaft (IDG), Tel Aviv
    Mehr Infos unter: www.politische-bildung-rlp.de

Flyer_zum Israel-Tag als PDF  (3,9 MB)

Spannungsfelder: Israels Gesellschaft – Vortrag von Grisha Alroi-Arloser

Am Freitag, den 06. Mai 2016 findet um 18.00 Uhr im Gerty-Spies-Saal der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz (Am Kronberger Hof 6, 55116 Mainz) ein Vortrag mit dem Titel „Spannungsfelder: Israels Gesellschaft“ von Grisha Alroi-Arloser statt. In der Veranstaltung der Deutsch-Israelische Gesellschaft – Arbeitsgemeinschaft Mainz in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz soll es um folgendes gehen:

Israels Gesellschaft ist in 68 Jahren auf etwas über 8 Millionen Menschen rasant angewachsen. Daher unterliegt sie seit einigen Jahren Wandlungsprozessen, die tief in Strukturen und Selbstverständnisse eingreifen. Viele Faktoren bedingen diesen Prozess: massive Zuwanderungen, z.B. die aus der ehemaligen UdSSR, aber auch starke Veränderungen im Wirtschaftssektor, damit verbunden die drängende Frage von arm und reich, aber auch die sich verschärfenden Auseinandersetzungen um das Verhältnis von Religion und Staat, um die Frage nach der Ausgestaltung einer Verfassung, sowie das Verhältnis von Minderheits- Mehrheitsgesellschaft. Weiterhin: der israelisch-palästinensische Konflikt, sowie die andauernden Bedrohungen von außen, vor allem die rasanten Veränderungen in Syrien und Irak. Wie geht eine Gesellschaft mit all diesen Problemfeldern um? – dies und mehr will der Vortrag thematisieren.

Grisha Alroi-Arloser
Geschäftsführer der Israelisch-Deutschen Industrie- und Handelskammer (AHK Israel) und ihrem deutschen Pendant, der Deutsch-Israelischen Wirtschaftsvereinigung e.V. (DIW); seit 2011 ist er Präsident der Israelisch-Deutschen Gesellschaft.
U.a. vier Jahre im Botschaftsrat für Arbeit und Soziales an den israelischen Botschaften in Bonn und Wien tätig; 1991 Direktor der Internationalen Abteilung der Histadrut. Studium der Soziologie, Anthropologie und Psychologie in Köln und Tel Aviv.

Flyer zur Veranstaltung als PDF (3,6 MB)

Deutschland, Israel und die Umbrüche im Nahen Osten – Vortrag und Diskussion

IMG_2909Gestern Abend konnten wir von der Israel AG an der Veranstaltung Deutschland, Israel und die Umbrüche im Nahen Osten teilnehmen. In dem bis auf den letzten Platz belegten Plenarsaal in der Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz sprach Außenminister Frank-Walter Steinmeier über die Entwicklung der deutsch-israelischen Beziehungen, über die Möglichkeiten der Diplomatie im Nahen Osten sowie über seine Einsätzungen über die Lösung des aktuellen Syrien-Konflikts. In seiner teilweise sehr persönlichen Rede erinnerte Steinmeier daran, dass die engen und vielfältigen Beziehungen zwischen Israel und Deutschland einem Wunder gleich kämen.

Dass diese einzigartige Freundschaft, die Deutschland und Israel heute verbindet, möglich ist – 70 Jahre nach dem Menschheitsverbrechen der Shoah – das erfüllt mich mit tiefer Dankbarkeit und Freude. Es ist wahrhaftig wie ein Wunder!

IMG_2913In der anschließenden Diskussionsrunde, an der auch Alfred Wittstock, Leiter der Studienstelle Israel an der Johannes Gutenberg-Universität und Berater unserer Arbeitsgemeinschaft, teilnahm, wurde deutlich, dass in Deutschland immer noch der Nahostkonflikt die Sicht auf Israel dominiert. Um dies zu ändern bedürfe es eines Dialogs, der alle Seiten berücksichtigt, merkte die Ministerpräsidentin Malu Dreyer an. Dr. Ursula Krechel wies in der Diskussion darauf hin, dass die Realität der israelischen Bevölkerung besonders von der permanenten Bedrohung geprägt sei, da der Staat Israel seit seiner Gründung keine Friedensphase erlebt habe. Professor Günter Meyer erklärte wiederum, dass die Repressionen der palästinensischen Bevölkerung durch das israelische Militär zu einer starken Frustration geführt habe.
Dass dieser komplexe Konflikt nicht nur Politiker und Diplomaten beschäftigt, zeigte sich auch an den gestellten Fragen aus dem Publikum. In einem kurzen Statement griff Außenminister Steinmeier die Diskussion auf und erklärte, dass es bisher immer wieder hoffnungsvolle Phasen gegeben habe und der Nahostkonflikt sich wie eine Chronik der nicht genutzten Chancen liest.IMG_2915Dennoch wolle Deutschland weiter dabei helfen, diesen Konflikt zu lösen. Und Steinmeier sei auch optimistisch:

Und es gibt etwas, dass mich optimistisch stimmt: Es ist die Tatsache, dass hier bei uns und in Israel eine Generation heranwächst, die in allen Gesellschaftsbereichen von Wirtschaft bis Kultur vernetzt ist. Eine Generation, die kritische Fragen stellt – auch an die Politik der eigenen und der jeweils anderen Regierung. Vor allem aber eine Generation, die neugierig ist aufeinander und auf die Welt; die international denkt und lebt.

Am Ende hatten wir dann auch noch die Gelegenheit mit dem Außenminister ein gemeinsames Gruppenfoto zu machen, bevor wir den Vortrag und die Diskussion bei Wein und Laugengebäck resümieren konnten.

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Nachtrag:

Inzwischen gibt es auch ein Video des Vortrags von Außenminister Frank-Walter Steinmeier. Zu sehen gibt es dies in der Mediathek der Akademie der Wissenschaften und der Literatur: Vortrag von Frank-Walter Steinmeier: „Deutschland, Israel und die Umbrüche im Nahen Osten“

Vortrag von Jospeh Croitoru: Der israelisch-palästinensische Konflikt um den Tempelberg in Jerusalem

Am kommenden Mittwoch, den 02. Dezember, findet ab 19.00 Uhr ein Vortrag von Joseph Croitoru mit dem Titel „Der israelisch-palästinensische Konflikt um den Tempelberg in Jerusalem“ im Haifa-Zimmer des Rathauses Mainz statt.

Joseph Croitoru, geboren 1960 in Haifa, ist promovierter Historiker und Journalist. In den achtziger Jahren studierte er Geschichte und Kunstgeschichte, erst in Jerusalem und anschließend in Freiburg. Zunächst für die israelische Presse tätig, schreibt er seit 1992 für die Frankfurter Allgemeine Zeitung und die Neue Zürcher Zeitung sowie Beiträge für den Rundfunk.

Für jüdische, nationalreligiöse Israelis war der muslimische Tempelberg lange ein Tabu. Heute pilgern immer mehr von ihnen dorthin und fordern, dort beten und sogar eine Synagoge bauen zu dürfen. Die Palästinenser fühlen sich provoziert, zumal die Eiferer durch ranghohe rechtsgerichtete israelische Politiker unterstützt werden. Den palästinensischen Protesten, die häufig in Gewalt eskalieren, begegnet die israelische Regierung mit verschärften Polizeimaßnahmen. Neben der Geschichte des Verhältnisses der jüdischen wie der palästinensischen Seite zum Tempelberg und zur Klagemauer werden auch die jüngsten Entwicklungen beleuchtet.

Den Flyer zu der Veranstaltung gibt es hier.

Eine Veranstaltung der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Mainz und der Landeszentrale für Politische Bildung Rheinland-Pfalz in Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft Israel.

Lesung und Vortrag: Der Fotograf von Auschwitz – Das Leben des Wilhelm Brasse

Am Mittwoch, den 25. November wird Reiner Engelmann eine Lesung und Vortrag zu seinem Buch „Der Fotograf von Auschwitz – Das Leben des Wilhelm Brasse“ halten. Die Veranstaltung beginnt ab 18.15 Uhr im P4 (Philosophicum) auf dem Campus der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.

In seinem Buch Der Fotograf von Auschwitz – Das Leben des Wilhelm Brasse beschreibt Reiner Engelmann die Geschichte von Wilhelm Brasse. Mit nur 22 Jahren kommt Wilhelm Brasse (1917-2012) in das Stammlager Auschwitz und hat als gelernter Fotograf die Aufgabe, die KZ-Insassen zu fotografieren. Menschen, die kurze Zeit später in den Gaskammern umgebracht werden oder, die von Josef Mengele zu »medizinischen Forschungsarbeiten« missbraucht werden. Hätte er die Arbeit verweigert, wäre das sein eigenes Todesurteil gewesen. Als Brasse 1945 alle Fotos verbrennen soll, widersetzt er sich, um Zeugnis zu geben von dem unfassbaren Grauen. Reiner Engelmann hat Wilhelm Brasse noch kennengelernt und schrieb seine Geschichte für Jugendliche auf.

Das Buch fand bereits vielfach Beachtung, unter anderem im Feuilleton der Neuen Zürcher Zeitung, in LeseZeichen des BR, in Stilbruch im rbb oder Spiegel-Online.

Eine Veranstaltung der Arbeitsgemeinschaft Israel, der Studienstelle Israel, des AStA der JGU sowie dem studium generale.

Filmwoche „Israel in Filmen – Filme aus Israel“ vom 14. bis 19. November 2015

Die alljährliche israelische Filmwoche mit dem Titel „Israel in Filmen – Filme aus Israel“ findet auch in diesem Jahr wieder im CinéMayence (1. Stock im Schönborner Hof, Schillerstraße 11, 55116 Mainz) statt. Von Samstag, den 14. November bis Donnerst, den 19. November werden international ausgezeichnete Filme aus Israel bzw. Filme zu Themen aus Israel gezeigt. Das Spektrum der gezeigten Filme ist dieses mal äußerst vielfältig und reicht hierbei von innerisraelischen Konflikten bis zur Auseinandersetzung mit dem Alter und dem Tod. Am Eröffnungsabend (Samstag, 14.11.2014 ab 20.00 Uhr) ist mit israelischem Wein und orientalischem Fingerfood für das leibliche Wohl gesorgt.

Eintritt: 5,00 € (normal) / 4,00 € (Studenten)

Die Filmwoche findet in Kooperation mit der Deutsch-Israelischen Gesellschaft – Mainz, dem CinéMayence, dem Generalkonsulat des Staates Israel für Süddeutschland, der Tel Aviv University sowie der Arbeitsgemeinschaft Israel der Johannes-Gutenberg Universität Mainz statt. Den Flyer zu dieser Veranstaltung gibt es hier zum weiter verteilen.

Dancing Arabs (Mein Herz tanzt) (Eröffnungsabend: 14. November ab 20.00 Uhr)

Der Junge Eyad wächst in einer arabischen Kleinstadt in Israel inmitten einer lebhaften Familie auf. Er bemüht sich seinen jüdischen Mitschülern und der israelischen Gesellschaft anzupassen – er möchte dazugehören. Eyad freundet sich mit seinem jüdischen Mitschüler Yonatan an, der ebenso ein Außenseiter auf dem Campus ist. Hin- und hergerissen zwischen seinen traditionellen Wurzeln und seiner Faszination für die Möglichkeiten des modernen Israel sucht Eyad nach einem eigenen Weg.
Weitere Infos: www.meinherztanzt-derfilm.de

Get – Der Prozess der Viviane Ansalem (15. November – 20.30 Uhr)

Fünf Jahre lang kämpft Viviane für die Scheidung von ihrem Ehemann. Zuständig dafür ist in Israel das jüdisch-orthodoxe Rabbinatsgericht, das nach einer Prüfung den Ehemann Elisha dazu anhalten könnte, der Frau einen Get, einen Scheidungsbrief, zu überreichen. Doch Elisha weigert sich, obwohl seine Frau schon seit Jahren von ihm getrennt lebt. Zeugen werden aufgerufen und der Prozess scheint kein Ende zu nehmen.
Weitere Infos: www.get-film.de

6 Kurzfilme junger israelischer Filmemacher (16. November – 20.30 Uhr)

Einführung und anschließendes Gespräch mit Alex Elsohn, Repräsentant der Tel Aviv University (TAU) für Nord-West-Europa. Die Filme der Studierenden der Hochschule für Film und Fernsehen der Tel Aviv University (TAU) sind oft bei internationalen Festivals vertreten. Die Filmemacher gehören einer Generation an, die sich weigert in den großen gesellschaftlichen Schmelztigel geworfen zu werden.

Ruth, End:

Zwei alte Damen in einem Altersheim befinden sich plötzlich auf einer existentialistischen, kontroversen Reise – und auf der dünnen Linie zwischen Leben und Tod.

Women of Refayia:
Dieser Film ist Teil des Filmprojektes „Wasser“ der TAU. Er schildert das harte Leber der Frauen des palästinensischen Dorfes Refayia, das bis heute nicht an das Wassersystem angeschlossen ist. Jeden Morgen schöpfen die Frauen des Dorfes unter teils gefährlichen Umständen Wasser aus unterirdischen Brunnen.

Tasnim:
Die zehnjährige Tasnim lebt mit ihrer Mutter und ihren Geschwistern in einem vernachlässigten Beduinen Dorf in der Negev Wüste. Der überraschende Besuch ihres Vaters zwingt sie zum ersten Mal, die traditionellen Normen der Dorfgemeinschaft in Frage zu stellen.

Sassi Keshet Never Eats Falafel:

Ido hasst seine Arbeit im lokalen Falafe-Imbiss. Er bleibt nur dort wegen der Schichtleiterin Hadas. Aber er fasst keinen Mut, ihr seine Liebe zu gestehen. Ob Sassi Keshet, ein seit 20 Jahren erfolgreicher Fernseh-Spielleiter, ihm dabei hilft, seine Ängste zu überwinden?

AutoNaomi:
Das Rauchen ist Naomis große Leidenschaft und niemand wird sie davon abbringen. Nicht der Krebs, welcher von ihr schon einen Lungenflügel gefordert hat und ganz sicher nicht ihre Kinder. Im Alter von 80 sagt sie ihrem Enkel Boaz, dass sie am ersten israelischen Elektro-Scooter-Rennen teilnehmen möchte und dass sie beabsichtig, die Goldmedaille zu holen.

Sashenka:
Vor zwei Jahren wanderte Sashenka mit seiner Mutter und Großmutter in Israel ein. Beide sind bemüht, dem Kleinen eine gute Erziehung zukommen zu lassen. Eines Tages wird er zum Elterngespräch zur Schulrektorin eingeladen. Um seine Familie nicht zu enttäuschen, entscheidet sich Sashenka einige Schlüsselwörter des Gesprächs nicht ganz richtig zu übersetzen. Aber der Plan ging nicht auf…

Bananot LaEurovision (Cupcakes) (17. November – 20.30 Uhr)

Anat aus Tel Aviv wurde von ihrem Mann verlassen und steckt seitdem in der Krise. Um die erfolgreiche Bäckerin ihre Beziehungsprobleme vergessen zu lassen, erfinden ihre Freund_innen spontan ein Lied für sie. Das gelingt so gut, dass der schwule Ofer und sein Geliebter heimlich beschließen, das Lied als israelischen Beitrag für Universong (die Filmversion des Eurovision Song Contest) einzureichen. Als er und der Rest der „Band“ dann aus den Medien erfahren, dass sie Israel beim Finale in Paris vertreten sollen, beginnt für die Freund_innen ein Leben in der Welt des Glamour. Der musikalische Wettbewerb wird aber auch zur Zerreißprobe für ihre Freundschaft.

Latzoud Pilim (Die unüblichen Verdächtigen) (18. November – 20.30 Uhr)

Jonathan ist ein blitzgescheiter 12-jähriger – vielleicht zu gescheit, denn alle hacken in der Schule auf ihm herum. Sein bester Freund ist sein Vater, Daniel, den er jeden Tag auf der Arbeit besucht. Eines Tages wird Daniel bei der Arbeit in einen verhängnisvollen Unfall verwickelt, und die Bank weigert sich die Verantwortung dafür zu übernehmen. Plötzlich muss Jonathan mit dem Verlust seines Vaters fertig werden und gleichzeitig seine Mutter davor bewahren, dem falschen Mann zu verfallen. Um seine Familie zu retten heckt Jonathan zusammen mit seinem mürrischen Großvater Eliyah einen verrückten Plan aus.

Beginn des „Filmfestival Arbeiten 4.0 – Futurale Mainz“ mit Film: Silicon Wadi – A Hightech Soap Opera (19. November – Einlass 19.30 Uhr)

Ab 20.00 Uhr Gespräch mit Bundesministerin Andrea Nahles, im Anschluss dann der Film Silicon Wadi – A Hightech Soap Opera

Israel gilt als Start-up-Nation. In Tel Aviv gibt es mehr Sart-ups als in Europa zusammen, und pro Person steht nirgendwo sonst so viel Venture Capital zur Verfügung. Wie funktioniert eine Hightech-Nation?

Die Filmemacher Bloch und Sivan begleiten vier junge Unternehmen und ihre Förderer in Tel Aviv – von der Idee über den Pitch, von geplanten Aktionen zu Verzweiflungstaten, von Euphorie bis Resignation – zu neuer Idee mit Beginn des gleichen Zyklus. Der israelische Dokumentarfilm wurde auf dem International Documentary Filmfestival Amsterdam uraufgeführt und erlebt auf der Futurale seine Deutschlandpremiere.

Die Veranstaltung eröffnet zugleich das Filmfestival Arbeiten 4.0 – Futurale Mainz in Kooperation mit dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Eine Registrierung per E-Mail an kino@cinemayence.de ist dringend empfohlen!
Eintritt 5,50 € (normal) / 4,50 € (ermäßigt)

Übersicht:

  • Dancing Arabs (Mein Herz tanzt): 14. November, 20.30 Uhr
    Original mit deutschen Untertiteln, ca. 105 Min. (Eröffnungsempfang ab 20.00 Uhr)
  • Get – Der Prozess der Viviane Ansalem: 15. November, 20.30 Uhr
    Original mit deutschen Untertiteln, ca. 115 Min.
  • 6 Kurzfilme junger israelischer Filmemacher: 16. November, 20.30 Uhr
    Ruth, End / Women of Refayia / Tasnim / Sassi Keshet Never Eats Falafel / AutoNaomi / Sashenka, alle Original mit englischen Untertiteln, ca. 90 Min.
  • Bananot LaEurovision (Cupcakes): 17. November, 20.30 Uhr
    Original mit deutschen Untertiteln, ca. 92 Min.
  • Latzoud Pilim (Die unüblichen Verdächtigen): 18. November, 20.30 Uhr
    Original mit deutschen Untertiteln, ca. 108 Min.
  • Beginn des „Filmfestival Arbeiten 4.0 – Futurale Mainz“ / Silicon Wadi – A Hightech Soap Opera: 19. November, 19.30 Uhr (Anmeldung erforderlich)
    Original mit deutschen Untertiteln, ca. 90 Min.