Expertengespräch bei der Arbeitsgemeinschaft

(von Katja Schlenker) Am 26.04.2017 durfte die Israel AG einen Gast aus Israel in ihren Reihen begrüßen. Eyal Noyman arbeitet derzeit im Bufdi über die Zentralwohlfahrtstelle der Juden in Deutschland e.V am Theresianum, einem katholischen Ganztagsgymnasium und unterrichtet Kinder.

Er übt diese Tätigkeit seit 11 Monaten aus, spricht fließend deutsch und englisch und hat in Deutschland ein neues zweites Zuhause gefunden. Eyal kann sich für seine Zukunft durchaus ein Leben und Arbeiten in Deutschland vorstellen, allerdings gefällt es ihm ebenso in Israel und darum geht es für ihn im Juni erst einmal wieder zurück nach Israel.
Natürlich haben wir zahlreiche Fragen für Eyal gesammelt und bekamen so einen umfangreichen Einblick in das Leben eines waschechten Israelis. Es ging von politischen Fragen, über schulische und bildungsthematisierende Fragen und das ganz normale israelische Alltagsleben. Eyal arbeitete in seiner Vergangenheit eine Zeit lang im israelischen Geheimdienst und ging als er jung war zufällig mit Bibis Sohn in eine Klasse. Das unter anderem lieferte interessanten Gesprächsstoff.

Es wurden viele Themen angesprochen, wie die Situation der Palästinenser in Israel, die NGO „Breaking the Silence“, Eyals Zeit im Geheimdienst ohne konkrete weitläufige Informationen zu hören, da er ja einer Schweigepflicht unterliegt, um die Problematik der Zwei-Staaten-Lösung und der Siedlungspolitik im Westjordanland, um die Rolle Israels im Syrien-Konflikt und was Israel in Sachen humanitärer Nothilfe tut, um Unterschiede im deutschen und israelischen Schulsystem und den israelischen Arbeitsmarkt und zu guter Letzt um die Unterschiede der deutschen und israelischen Gesellschaft, wobei Eyal uns eine nett zusammengesammelte Liste mit Unterschieden und Gemeinsamkeiten zwischen Deutschen und Israelis vorstellte.