The World facing Israel – Israel facing the World: Images and Politics

Internationale Konferenz vom 25. Mai bis 27. Mai 2010 in Mainz

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Beschreibung:

Im Jahre 2008 veröffentlichte die BBC eine Studie, wonach 17.000 Menschen in 34 Ländern über den positiven beziehungsweise negativen Einfluss, den verschiedene Staaten im Weltgeschehen ausübten, befragt wurden. In der Umfrage schnitten Iran, Israel und Pakistan und Nordkorea am schlechtesten ab. Für Israel liegt der durchschnittliche Negativwert bei 52 Prozent. 64 Prozent der Deutschen sehen Israel als Land, von dem ein eher schlechter Einfluss ausgeht. Damit ist dies der höchste Wert unter den befragten europäischen Ländern in der Studie; lediglich 19 % meinten, Israel übe einen positiven Einfluss im Weltgeschehen aus; die Einschätzung über den negativen Einfluss Israels wurde nur noch von der wahrgenommenen Rolle Pakistans, Nordkoreas und dem Iran überboten.

Im Gegensatz zu der gegenüber Israel in vielfältiger Weise emotional geprägten öffentlichen Meinung existiert auch eine Ebene der Wahrnehmung Israels, die sich mehr auf rationale Faktoren stützt und Israel, neben seiner Rolle im Nahostkonflikt, zu einem wichtigen Akteur in den internationalen Beziehungen macht.

Dieses Spannungsverhältnis zwischen Israels Bedeutung in der internationalen Politik, Wirtschaft und Kultur und dem durch die Medienberichterstattung geprägten, weitgehend auf den Nahostkonflikt reduzierten emotionsreichen Bild in der Öffentlichkeit zeigt, dass eine sorgfältige Analyse sowohl der Beziehungen Israels zu den Staaten und Regionen der Welt, als auch deren Haltung zu Israel und Wahrnehmung von Israel von entscheidender Bedeutung ist. Wird doch dieses wechselseitige Verhältnis von einer Vielzahl von Faktoren beeinflusst. Zu nennen wären hier u.a. die Shoa und ihre Nachwirkungen, der Nahostkonflikt, vielfältige ökonomische Interessen, aber auch ein mannigfaltiger kultureller Austausch. Israel sieht sich dabei mit einer Vielzahl verschiedener Sichtweisen gegenüber seinem Handeln in den internationalen Beziehungen konfrontiert, denen gegenüber es sich positionieren und Stellung beziehen muss, was wiederum in vielfältiger Weise reflektiert wird.

Die oben nur angerissene Wahrnehmung Israels durch einen großen Teil der Öffentlichkeit zeigt, dass kein Zusammenhang zwischen den Sphären der politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Kooperation und der der öffentlichen Perzeption besteht und damit der Weg zu einem übergreifenden Diskurs versperrt bleibt.

Diese verschiedenen Wahrnehmungen Israels miteinander in Dialog treten zu lassen und Israel als einen Staat aufzuzeigen, der auch jenseits des Nahostkonflikts vielseitige Beziehungen unterhält, die von verschiedensten Faktoren und Kontexten geprägt sind soll Ziel dieser Veranstaltung sein, verbunden mit der Förderung eines differenziertes Meinungsbildes und dem Abbau von Vorurteilen.

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Kurzbiografien der Referenten:

Prof. Dr. Joseph R. A. / Prof. De. Naomi Chazan / Prof. Dr. Oded Eran / Prof. Dr. Carlos Escudé / Prof. Dr. Robert O. Freedman / Yuval Fuchs / Prof. Dr. Manuel Hassassian / Prof. Dr. Bernard Hourcade / Prof. Walid Kazziha / Prof. Dr. Moshe Ma‘oz / Prof. Dr. Yoram Meital / Prof. Dr. David Menashri / Prof. Dr. Itamar Rabinovich / Prof. Dr. Yitzhak Shichor / Prof. Dr. Kenneth Stein / Dr. Frank-Walter Steinmeier / Prof. Dr. Mario Sznajder / Prof. Dr. Suolao Wang / Dr. Radwan Ziadeh 

(Stand der Biographien 2000)